Uwe Schumacher

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Vorstellung des neuen Romans "Angriff Der Großen Armada"

 

 

Ennepetal. Laut krachender Kanonendonner und peitschende Musketenschüsse zerreißen die friedliche Stille der sternlosen Nacht über dem sauerländischen Arnsberg und sein prächtiges Barockschloss. Schrill pfeifende Feuerkugeln fliegen hin und her über die Stadt. Wo ihre tödlichen Ladungen auftreffen, spritzt der aufgewühlte Dreck dutzende von Metern weit über die gerade errichteten Schanzen, und treibt panische Frauen und verängstigte Kinder in Deckung hinter den schützenden Wällen. Es ist mitten im Sommer des Jahres 1762, und etliche Häuser brennen lichterloh. Was hier so drastisch geschildert wird, ist der Auftakt zur szenischen Lesung bei der Vorstellung des neuen Buches von Uwe Schumacher, „Angriff der Großen Armada“ am vergangenen Freitag in der Städtischen Bücherei im Haus Ennepetal.

Wieder einmal müssen die fiktiven Protagonisten des Autors und Journalisten aus der Klutertstadt ein tatsächlich geschehenes historisches Ereignis in der hiesigen Heimat durchstehen und vor allem überleben, um an den geheimnisvollen Staub eines gewissen Kometenbruchstücks zu kommen, das ihnen bei ihrem späteren Vorstoß in die Zeit der Auseinandersetzung zwischen Spanien und England hilft, den Vater der Zwillinge der halbchinesischen Heldin Pui Tien aus seiner Gefangenschaft auf einem Kriegsschiff der Großen Armada zu befreien und in die Gegenwart heimzuholen. Doch wie gelingt es, den fünf in zeitgenössischer Kleidung agierenden Darstellerinnen um Uwe Schumacher und seine die Lesung musikalisch begleitende Ehefrau Gabi, den gebannt lauschenden, mehr als siebzig anwesenden Zuhörern im Haus Ennepetal das richtige Feeling zu vermitteln?

Möglich machte dies nämlich erst Stefan Juchert von der Kulturgemeinde, der zuvor fast den gesamten Nachmittag damit verbrachte, die entsprechenden Kulissen auf der Bücherei-Bühne zu platzieren und im wahrsten Sinne des Wortes richtig in Szene zu setzen sowie für die adäquaten Hintergrundgeräusche zu sorgen – ein nicht gerade unerheblicher Aufwand für eine Buchvorstellung.

Die auf diese ziemlich dramatische Weise umgesetzte, abendfüllende Präsentation am Freitag war denn auch schon die mittlerweile zwölfte Einführung eines neuen Werkes des Ennepetalers, denn mit seinem zweiten Band aus der Reihe „Unter dem Banner des Truchseß“ hat Uwe Schumacher „sozusagen das Dutzend vollgemacht“, wie es die Erste Bürgermeisterstellvertreterin Anita Schöneberg in ihrer Begrüßungsrede treffend formulierte.

Das Publikum dankte jedenfalls mit entsprechendem Applaus, und dazu gehörte sicherlich auch jene ansprechende und das Gemüt bewegende Melodie, der uralten Weise „Ich hab‘ die Nacht geträumet…“, welche zum Schluss hin die gerade 12-jährige Nichte des Autors, Amelie Bruszies, in Form eines Gesangs-Solos mit ihrer hellen, klaren Stimme vortrug.

 

Portrait

Uwe Schumacher
Der Autor Uwe Schumacher (Jahrgang 1955) lebt mit seiner Familie in Breckerfeld und ist seit vielen Jahren als freier Journalist tätig. Mit der Romanserie „Das dunkle Geheimnis der Klutert“ berichtet er über seine Heimat Westfalen zur Zeit des Mittelalters und deckt allerlei Unerwartetes auf. Seine spannenden Geschichten um das deutsch-chinesische Paar Fred Hoppe und Leng Phei Siang sowie deren Tochter Pui Tien verbinden historisch verbürgte Ereignisse und Begebenheiten mit einer fiktiven Romanhandlung.


 

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